A Travellerspoint blog

LOST

all seasons in one day 32 °C

So, das hat ja ein bisschen gedauert aber wir waren ja seit Arlie Beach eher in sehr abgeschiedenen Gegenden.

Direkt von Arlie Beach gings mit dem Bus nach Magnetic Island, und wer denkt, so eine Busfahrt sei oede, langweilig und gehe von Punkt A nach B, hat sich aber ordentlich geschnitten.
Gleich beim Einsteigen gabs ein riesen Chaos mit den Koffern und Backpacks und der Busfahrer war voellig ueberfordert mit den ganzen Leuten, die ihre Rucksaecke haben und jene, die welche in den Bus laden wollten. Ich war mir ziemlich sicher, dass wir unser Gepaeck nicht mehr wiedersehen wuerden und hab mich schon einmal mit dem Gedanken vertraut gemacht, in Cairns ein paar Boxershorts und Leiberl zu kaufen.
Dann gings endlich auf Achse und nach ca. 15 Minuten kam die wohl mit Abstand spektakulaerste Durchsage, die ich jemals in einem Bus gehoert habe (nicht dass es die letzte gewesen waere) : "Ohhh, ich glaub ich hab die Abzweigung verpasst, ich weiss nicht, kennt sich jemand hier aus??"
Das wars dann, jeder im Bus war voellig von den Socken und wir waren uns sicher, dass das eine Wahnsinnsfahrt wird. Irgendwie - und natuerlich mit horrender Verspaetung haben wirs dann wieder auf die richtige Strecke geschafft und haben halt gemacht, um zu tanken. Leider hatte die Tankstelle gerade Stromausfall und so wars nix mit Tanken. Deshalb kam dann gleich der naechste Brueller, der arme Busfahrer war nun vollends ueberfordert, da sein planmaessiger Tankstop in die Hose gegangen war und er keine Ahnung hatte, wie er jetzt den Bus auffuellen sollte. Das Beste daran war, dass er seine Passagiere die ganze Zeit ueber das Mikrophon mit seinen Problemen am Laufenden hielt und uns damit praechtigst unterhielt. Das Ganze ist ja eigentlich kein Drama, nur als er dann bei 2,3 Tankstellen vorbeigefahren ist, wurde es doch merkwuerdig. Anscheinend darf er aber nur bei Caltex tanken, war halt nur bloed, dass er nicht gewusst hat wo die naechste ist ... deshalb wieder eine Durchsage : "Weiss jemand wo eine Tankstelle ist?? Wir bleiben sonst stecken" ... Wir haben uns fast angmacht vor lauter witzig, woher sollte auch nur irgendwer im Bus wissen, wo sich die naechste Caltex-Tankstelle befindet. Am Ende gabs dann noch 1000e Entschuldigungen und als Enstschaedigung eine DVD NUR mit Kylie Minogue Videos ... Ich bin mir nicht sicher, ob ich nach dem Schock noch jemals ein Lied von ihr anhoeren kann.
Als wir dann auf Magnetic Island (benannt nach einer angeblichen magnetischen Anomalie) angekommen sind, wurden wir gleich direkt von einer Horde bunter Papageien angefallen und hatten alle Muehe uns zu unserer Dschungelbehausung durchzuschlagen. Am Abend liefen dann zwischen den Huetten ueberall Oppossums rum - geschickte kleiner Vieher, die auf jedenfall staerker waren als Ella.

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Strandmaessig haben wir wieder eine kleine Bucht gefunden, die von riesigen Felsen umrundet war und wo auf einem Baumstumpf "Nudes only" - "FKK" zu finden war. Wir haben das belaechelt und an einen Scherz geglaubt, nachdem aber nach ein paar Minuten der erste Nackerpatzi bei uns vorbeigeschlendert ist, war uns klar wo wir gelandet sind. War aber alles kein Problem, sowas sind wir ja aus Medulin gewoehnt.

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Am zweiten Tag haben wir uns dann Roller ausgeborgt und die ganze Insel etwas erkundet. Um von einem Ende ans andere zu kommen benoetigt man zwar nur ca. 20 Minuten hooeeechstens, da es nur ca. 10km apsphaltierte Strassen gibt, aber mei ... wir haben dann ein paar Wanderungen unternommen und uns bei einem alten Militaerstuetzpunkt auf die Suche nach wilden Koalas gemacht.

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Drei haben wir gefunden, und die sind in der Wildnis ungefaehr so aufregend wir ein Sack Kartoffeln beim Billa, aber herzig warens trotzdem.
Von der Insel runter gings dann weiter nach Cairns (das Zentrum von Cairns hat uebrigens den Charm eines Ghettos) und nach einem Tag Pause ab in den aeltesten Regenwald der Welt bei Cape Tribulation - Daintree - wo der Regenwald dirket aufs Riff trifft.

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Die ersten beiden Tage waren, so wie es sich fuer einen Regenwald gehoert, ziemlich verregnet, und in einem Ort wo es nur Regenwald und Strand gibt, daher nicht gerade spannend. Vor allem wenn man bedenkt, dass dieser tropische Norden des Kontinents weder mit Handy- noch mit einem Stromnetz versorgt und nur von Dieselgeneratoren aufrecht erhalten wird, die auch nicht die zuverlaessigste Stromquelle liefern - wie wir miterleben mussten. Deshalb auch nix mit verregneten Nachmittagen vor dem Fernseher... In dem ganzen "Ort" gibts nur das Hostel, in dem wir abgestiegen sind, ein Restaurant, einen voellig ueberteuerten Greisler und eine Apotheke. Zum Glueck gabs aber eine Bar und so gingen auch die beiden Tage relativ locker vorbei...
An den letzten beiden Tagen konnten wir die Gegend etwas erforschen und haben den Strand genossen... seeeehr erholsam, und genau das was wir wollten.

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Wir sind bei der Heimfahrt auch dort vorbeigekommen, wo Steve Irwin seinen toedlichen Unfall hatte - Irwin wird hier in Australien uebrigens nicht nur belaechelt wie bei uns, sondern von allen ernsthaft wie ein Held gefeiert und fast vergoettert.

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Das wirklich Abartige an den Tropen ist wohl, dass es hier sooo feucht ist, dass man eigentlich andauernd schwitzt und triefend nass ist. Man steht auf, geht fruehstuecken und kann eigentlich schon das erste Mal sein T-Shirt wechseln ... das waer wirklich kein Klima auf Dauer und wir sind froh, dass wir hier nicht im Hochsommer hier sind.
Ausserdem kommt in den Sommermonaten ja noch dazu, dass dann hier ueberall gefaehrliche Quallen (Stinger) im Wasser rumschwirren und man nur noch hinter Netzen oder mit Stingersuits baden kann. Stingersuits sehen uebrigens so aus wie die Anzuege der Boesewichte der alten Batmanfernsehserie oder der Teletubbies und sollen wohl eher zur Belustigung aller dienen.
Die Kehrseite des Regenwalds haben wir hier dann aber auch zur Genuege zu spueren bekommen: GELSEN. Wir wurden zerstochen, wo es nur ging und ueberall doppelt und dreifach. Trotz Insektenabwehrmittel und Antijuckcremes sehen wir aus wie Streuselkuchen auf den Beinen, und ich denke dieses Andenken wird uns noch bis nach Hause begleiten.

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Morgen gehts dann ja wieder rein in den Flieger und ab nach Hause - 3 Mal umsteigen, 32 Stunden usw... Jetzt wirds dann ja auch schon langsam Zeit - das andauernde aus dem Rucksack leben und Gezerre wir schon langsam laestig und wir sind schon etwas abgestumpft gegen schone Straende und Natur.

Gratulieren moechten wir auch baerbel123 die mit Abstand die meisten Kommentare geschrieben und uns so vor kommentarfreien Berichten gerettet hat, und ich denke ich bin noch die Aufloesung eines Raetsels schuldig:
Ja es ist in Australien verboten Erdnussbutter, oder alles was mit Nuessen zu tun hat, mit in die Schule zu bringen. Die Kinder duerfen zwar Sushi mitnehmen, aber Nuesse sind ABSOLUT und KOMPLETT verboten, da ja Mitschueler dagegen allergisch sein koennten und wenn man die Jausenbrote tauscht, koennte das ja zu Zwischenfaellen fuehren. Wie gesagt, roher oder gammliger Fisch ist dagegen erlaubt und anscheinend hoch erwuenscht.... schon ein komisches Volk, diese Australier.

Posted by chkogler 09:52 Archived in Australia Comments (2)

Aye, aye Captain!

sunny 30 °C

Segeln hat schon was fuer sich - wenn das Fahren durch Sand die reine Hoelle war, dann ist ein Segelturn der Himmel auf Erden.

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Drei Tage lang gabs nur Sonne, Wasser, Strand, Korallen und den perfekten Service rund um die Uhr. Es war zwar nicht ganz so wie die ganzen teuren Resorts, die hier in der Gegend mit eigenem Butler kommen, aber ein Kapitaen und sein Gehilfe, die fuer 13 Leute sorgen, ist schon mal nicht schlecht, und viel mehr als wir uns als Backpacker erwartet haben - alle haben sich mehr als pudelwohl gefuehlt.
Nach gut zwei Monaten war es auch eine ordentliche Erleichterung drei Tage lang vom Abwaschen und Abtrocknen befreit zu sein. Wir mussten keinen Finger kruemmen und sind eigentlich nur den ganzen Tag an Deck der "Ragamuffin II" in der Sonne gelegen, haben uns unterhalten, in Buechern gestoebert oder nach Delphinen und Schildkroeten Ausschau gehalten.
Segeln selbst mag ja anstregend sein, aber wir alle waren am Ende des Tages allein vom Zusehen schon voellig geschlaucht.
Leider war der Wind nicht immer ideal und so gabs eigentlich nur zwei kleine Segelversuche, an denen sich das Boot dafuer ordentlich geneigt hat, und den Rest mussten wir dann mit Motor fahren.
Unsere Truppe war diesmal ein lustiger und buntgemischter Haufen bestehend aus zwei Schweden (Anm. Ella: Schwedenschnitten) einem Chilenen, zwei Hollaendern, drei Englaendern, ein Amerikaner und eine Bulgarin. Es dauert bei sowas natuerlich nicht lange und der Amerikaner ist entlarvt und fuer den Rest der Reise in Diskussionen zu den Themen Politik, Bildung und Waffengesetzen in Amerika verstrickt.

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Waehrend der ganzen Tage gabs auch IMMER zur rechten Zeit die richtige Musik - am Morgen gabs jazzige Klaenge zum Kaffee, waehrend dem Segeln karibische Klaenge und am Abend etwas flottere Musik. Es gibt wohl nichts Traumhafteres als an Deck in der Sonne zu liegen, den Wind zu spueren, im tuerkisen Wasser nach Schildkroeten Ausschau zu halten und karibischen Klaengen zu lauschen.
Am ersten Tag gings gleich ab nach Whitehaven und zum schoensten Strand, den man sich vorstellen kann. Wenn man dort ueber den Strand schwebt, fuehlt sich der Sand an wie Mehl und knirscht wie frischgefallener Neuschnee im wunderbarsten Winter. Man fuehlt sich als waer man direkt in einer kitschigen Postkarte gelandet.

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Zum Naechtigen gings in eine kleine Bucht und der ganze Seegang hat mir ordentlich Schwierigkeiten bereitet ... aber naja irgendwann gings dann zum Glueck und ich bin in meiner Koje entschlafen.
Tagwache am naechsten Tag war dann 6 Uhr und es ging mit dem Beiboot an einen Traumstrand. Da wir so frueh unterwegs waren, waren wir die Ersten und hatten den ganzen Strand und die Bucht fuer uns alleine ... WAHNSINN!!!

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Im seichten, tuerkisen Wasser haben sich einige kleine Stachelrochen rumgetrieben und die beiden Schweden haben sogar einen kleinen Hai entdeckt. Die kleinen Rochen waren natuerlich ein gefundes Fressen fuer Ella, die sich natuerlich gleich auf die Jagd gemacht hat.

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Eine Stunde nach unserer Ankunft kamen dann im Minutentakt riesige Schwaerme von Leuten und es war an der Zeit aufzubrechen.
Wir haben uns zum Schnorcheln aufgemacht, und da unser Boot eines von den kleineren war, durften wir zu einem ganz speziellen Riff fahren, und alle von uns waren mehr als begeistert von den Farben, den Fischschwaermen und allem Drum und Dran. Wir haben uns extra eine Unterwasserkamera besorgt und einige mehr als respektable Bilder damit geschossen. Ueberall bunte Farben, riesige Fischschwaerme (Ella wurde sogar von einem angeknabbert) und Korallen ohne Ende.

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Insgesamt haben wir bei unserem Ausflug Adler, Delphine, Rochen, riesige Meeresschildkroeten und bunte Fische ohne Ende gesehen. Bei einer kleinen Wanderung sind wir auch ueber eine gefaehrlich aussehende gruene Schlange gestolpert (das Aspivenin war natuerlich griffbereit), die war aber laut unserem Kapitaen nur eine ungiftige Baumschlage ... naja.

Leider wird uns jetzt auch schon langsam klar, dass unsere kleine Reise bald zu Ende ist und wir wieder nach Hause muessen - was uns natuerlich auch freut, aber nach solchen Tagen wie am Boot faellt uns das nicht wirklich leicht.

PS.: Schoene Gruesse an Marianne und wenn wir uns zusammenreissen, sieht es ganz gut aus, dass wir doch noch zusammen nach Hause fliegen.

PPS.: Leider gibts hier wiedermal kein ordentliches Internet und so gibts noch keine neuen Fotos zum Schmoekern.

Posted by chkogler 16:46 Archived in Australia Comments (1)

Crash, Boom, Bang!

sunny 30 °C

Wie schon letztens beschrieben, gings bei unserem jetzigen Trip auf die groesste Sandinsel der Welt - Fraser Island. Tja, und wo Sand draufsteht, da ist auch mehr als genug Sand drin - selbst zwei Tage nach unserem Trip finden sich immer noch Stellen an mir, an denen ich Sand rauspulen kann.
Bei der Vorbesprechung fuer unseren Trip kam uns beiden schon einiges sehr merkwuerdig vor, erstens schien der Typ, der uns die Allradautos vermietet hat, wie ein Frettchen auf Crack zu sein und zweites war in jedem zweiten Satz die Rede von Alkohol - als waer alles eine Art Ballermann mit Allradantrieb und einer ordentlichen Portion Sand fuer jeden.
Waehrend der Ausgabe unserer Ausruestung (Campinggeschirr, Essen, Zelte, Schlafsaecke,...) wurde ich sofort an die ersten Tage Bundesheer erinnert. Alles wird einem 1000x gesagt und man muss alles 1000x zaehlen, obwohl alles da ist - der einzige Unterschied war, dass wir beim Bundesheer nicht alle 5 Minuten lautstarkt gefragt wurden "Are u people happpppyyyyyyyyy?" ... einige werden es erkannt haben, es war natuerlich wieder der Cracktyp von der Vorbesprechung.

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Anfaenglich sollte ich ja mit neun Maedels und einem anderen Burschen auf die Insel uebersetzen, es hat sich aber recht rasch rausgestellt, dass ich mit zehn Maedels allein war, den der liebe Rico (Name von der Redaktion uebrigens absichtlich nicht geaendert) hat sich schon beim Einladen als eine derartige Heulsuse und ein Drueckeberger rausgestellt, dass sicher die Haelfte bei weitem genug gewesen waer.
Auf der Insel gabs dann wirklich nur Sand, Sand, Sand und nun ja Sand. Das Auto blieb dauernd stecken und das ganze Abenteuer wurde schon langsam richtig laestig.

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Die unserer Meinung nach wohl unbequemste Art und Weise um eine Strecke von 10km von A nach B hinter sich zu bringen ist wohl eindeutig in einem vollgestopften Allradjeep auf Sand - falls jemanden etwas Schlimmeres einfaellt, soll es uns bitte wissen lassen!
Waehrend der ersten paar Kilometer gabs auch eine Schrecksekunde fuer alle ... aus dem hinteren Teil des Jeeps gab es auf einmal ein lautstarkes "STOOOOOOOOOOOOOOP!!!!!!!!!!!", dass uns allen das Blut in den Adern gefrieren liess und es war jeder anzusehen das alle das Schlimmste befuerchteten. Es stellte sich aber raus, dass es nur Rico war, dem es hinten anscheinend zu unbequem wurde, einfach kommentarlos ausstieg und charmant eines der Maedels auf dem Beifahrersitz aufforderte, nach hinten zu gehen, da er es hinten nicht mehr aushalte :-)
Unsere Strapazen, welche hauptsaechlich darin bestanden, das Auto alle 300m aus dem Sand zu schieben (eine Taetigkeit, die mein Freund Rico elegantestens den Maedels ueberlassen hat), haben sich aber gleich am ersten Tag ausgezahlt und wir konnten den Nachmittag am bluetenweissen Sandstrand von Lake McKenzie verbringen.

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Beim Heimweg haben wir uns natuerlich aus Ermangelung einer ordentlichen Karte und dem Nichtvorhandensein von Schildern voellig im Sand verfahren und wurden von einem riesigen Bus einer Reisegesellschaft gerammt.
Der Busfahrer hat zwar gemeint, er nimmt die Schuld auf seine Kappe (wir sind ja still gestanden und er hat versucht vorbeizukommen) und wir haben ganz gemuetlich seine Personalien und alles aufgenommen - wie sich spaeter rausstellen sollte, wuerde uns Phil der Busfahrer aber noch einiges an Kopfzerbrechen bereiten.
Nachdem wir unsere gemuetliche Zeltstadt im Dunkeln aufgebaut, die Schlafsaecke verteilt (einer hat natueeeerlich gefehlt und wir als Paerchen mussten daran glauben) und uns endlich ans Essenbereiten gemacht hatten (Rico war hier uebringens in der ersten Reihe zu finden), ging die Party auch schon richtig los. Von allen Seiten kamen andere Gruppen vorbei und ehe wir uns versahen, sassen wir im Kreis und es gab ein ordentliches Trinkspiel mit Karten und viel viel viel viel viel billigen Rotwein (ein Grossteil des Rotweins hat spaeter noch die Tuer unserers Zeltes geziert - aber darauf will ich jetzt nicht naeher eingehen).
Mein spezieller Schweizer Freund hat sich in der Nacht dann gedacht, es waere doch eine tolle Idee, die Gunst der Stunde zu nutzen und die beiden angeheiterten Maedels in seinem Zelt mit ein wenig Rico zu begluecken - das ganze ging natuerlich gruendlich in die Hose und fuer die naechste Nacht musste eine andere Bleibe fuer ihn gesucht werden. Er war auch eigenartigerweise mucksmaeuschenstill die naechsten Tage und hat sich immer in sicherer Entfernung von den Maedels aufgehalten.

Am naechsten Tag gabs dann eine Fahrt den Strand entlang und vorbei an einem alten Schiffswrack der Maheno und zum Indian Head - ein Aussichtspunkt am oberen Ende der Insel, von wo aus man Wale, Mantas und Delphine beobachten kann. Aufgrund des Vortages konnten wohl nicht alle die Anstrengungen eines Aufstiegs in Angriff nehmen und drei, vier Maedel sind 60km durch den Sand gefahren (gedauert hat das so ca. 2h auf Sand), nur um dann beim Auto zu hocken und zu warten und sich einige wahnsinns Anblicke entgehen zu lassen. Jeder einzelne Kilometer auf Sand ist uebrigens eine wahre Tortur fuer jeden Hintern und unsere beiden werden uns das wohl noch lange uebel nehmen.

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Nach einer weitern Nacht - die weit ruhiger war als die erste - gabs gleich am naechsten Morgen eine kleine Wanderung ueber eine RIESSSIGE Sandduenne zu einer Oase ... das kleine rote Schild am Foto besagt uebrigens, dass es noch 1km bis zur Oase ist, direkt ueber die Duene ... und sowas kann sich wirklich ordentlich ziehen und es hat ewig gedauert - also so eine Wuestendurchquerung in der Sahara waere wohl nichts fuer uns, aber wir wurden mit einem Weltklasse Ausblick und einem kuehlen Sprung ins Nass belohnt.

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Im Anschluss gings dann im Eiltempo zurueck durch den Sand und auf die Faehre.
Phil hat sich natuerlich noch nicht gemeldet und als kleine Draufgabe hat er anschliessend, als man ihn kontaktiert hat, auch noch alles abgestritten. Zum Glueck waren die von der Autovermietung aber sehr kullant und haben uns dank unserer Fotos und Beweise ohne weitere Kosten ziehen lassen.
Endlich konnten wir in Ruhe essen, uns duschen und ich mein T-Shirt wechseln (ja, das ist 3 Tage an mir geklebt) und endlich den Sand so halbwegs loswerden.
Jetzt gehts dann auf zum Great Barrier Reef und zu unserem Segeltoern mit den braun gebrannten Skippern vor denen mich Marianne ja schon gewarnt hat, da eine Bekannte von ihr zwar auch mit ihrem Freund unten war, der aber danach alleine heimgeflogen ist.

Fotos von unseren Ausfluege sind wieder unter
http://www.pixum.de/members/chrissi6666 zu finden.

Viel Spass beim Schmoekern!

Posted by chkogler 14:39 Archived in Australia Comments (3)

Eine einfache Gleichung

sunny 30 °C

Gleich am Anfang moecht ich die ganze Aufmerksamkeit unserer seeehr geschaetzten Leser auf die Wetteranzeige direkt unterm dem Titel unserer Berichte lenken - wir bemuehen uns immer diese sehr akurat und genau zu beschreiben. Wie ersichtlich, ist diesmal unverkennbar eine Sonne und 30 Grad eingezeichnet - das beschreibt nicht nur einen Spitzenwert, sondern die ganzen letzen 5 Tage. Selbst wenn es um 6 Uhr Frueh noch Hunde und Katzen geregnet hat, um 9 Uhr beim Surfen war schon wieder kein Woelkchen am Himmel.
Dieser kleine Hinweis dient natuerlich nur dazu, um alle zu Haus (wo es hoffentlich regnet) vor Neid erblassen zu lassen - ja uns gehts wirklich so gut hier unten.

Jetzt aber zum diesmaligen Titel unseres kleinen Eintrags:

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Leider gabs am dritten Tag unseres Surfunterrichts ein kleines Missgeschick von Ella und sie hat sich den Fuss derartig verstaucht, dass sie einen Tag kaum auftretten konnte. Am Anfang war alles recht harmlos und nicht der Rede Wert, sie hat die Stunde zu Ende gesurft, aber als es daran ging nach Hause zu gehn, konnte die Aermste kaum noch auftretten. Humpelbein ist dann immer mit schmerzverzerrtem Gesicht durchs Hostel gehuepft und wir haben das schlimmste befuerchtet und uns schon die Unterlagen unserer Reiseversicherung genau durchgelesen.
Ein freundlicher Italiener hat uns dann am Abend mit Voltaren versorgt und am naechsten Tag gabs leider kein Surfen, da es nicht wirklich besser ging. Gleich nach meiner Surfstunde bin ich aber in die Apotheke gerannt und hab mit Haenden und Fuessen versucht der Apothekerin das Problem klar zu machen. Das einzige, was die mir jedoch andrehen wollte, waren ihre tollen Schmerztabletten- obwohl ich 100x gesagt habe, dass wir welche haben, die bestens wirken. Schlussendlich haben wir jetzt unsere Reiseapotheke um Sporttape, eine Bandage, Voltaren und Tigerbalsam aufgestockt.
Tigerbalsam sieht ziemlich mysterioes aus, und wenn sich Ella das am Abend auf den Knoechel schmiert, riecht es nach wenigen Sekunden als waer man im Hinterhof einer indischen Grosskueche gelandet - am Ende hat das Zeug aber Wunder gewirkt und nach einem Tag Pause gings fuer uns beide munter mit dem Surfunterricht weiter - gerade rechtzeitig, um unsere letzte Stunde mit dem ehemaligen 2-fachen Australienmeister und Worldchampion Merrick Davis zu haben, und mittlerweile haben wir uns wirklich schon um einiges gemausert und einige richtige Brecher erwischt. Ziemlich deprimierend war es als er selbst mit einem Brett rauskam und mit uns gequatscht hat - wir haben uns kurz umgedreht um zu checken ob nicht gach eine Welle kommt und schwuppps ... weg war er auf einer Welle - wir brauchen immer Ewigkeiten um die "richtige" Welle abzuwarten - falls wir die dann ueberhaupt erwischen ...

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Allen Zweiferln sei hier gesagt, dass die Fotos keineswegs gestellt sind und uns in voller Aktion zeigen.
Am Ende unseres 5-taegigen Kurses (4 bei Ella) gabs dann ein Zertifikat und das ist bestimmt soviel Wert wie die Erlaubnis Geld drucken zu duerfen. Spaetestens naechsten Sommer gibts am Laengsee eine neue Surfschule - "Chrissi und Ella's Learn to Surf". Wie schwer kann es schon sein anderen zu sagen was sie falsch machen???

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Gestern gings dann noch weiter nach Rainbow Beach - ein Ort, in dem jedes Geschaeft und jedes Cafe mit "Rainbow" beginnt - und Start unserer Safari nach Fraser Island, Insel der Dingos. Unsere Gruppe besteht aus 9 Maedels (7 Englaenderinnen, Ella und ein deutsches Maedel) und 2 Burschen (Ich und ein Schweizer) und wir machen uns morgen in aller Frueh mit einem Gelaendewagen auf, die Insel zu erkunden - wird sicher ein Mordspass mit Camping, Dingos und wunderschoenen Straenden bei Traumwetter - hoffentlich!

PS.: Bin schon gespannt was "Alfalfas" sind, die sind als Fruechte in unserem Proviant vorgesehen!

Posted by chkogler 18:17 Archived in Australia Comments (2)

What's up? Surf's up!!

sunny 26 °C

Jetz gehts schon langsam richtig los mit der Aktion. Nach einer mehr oder weniger spannenden Busfahrt von Brisbane nach Noosa sind wir jetzt endlich beim Strand- und Badeteil unserer kleinen Reise angelangt.
Noosa ist so ein richtig ordentlicher Ferienort an der Westkueste Australiens. Ueberall gibts Hotels, Bungalows, Ferienwohnungen und Zahnarztpraxen. Ich hoffe wenn ich ein weiteres Problem mit meinen Beissern haben sollte, dann hier!
Die Strandpromenade ist gepflastert mit Hugo Boss, Kookai und allen anderen teuren Klamottenlaeden und natuerlich Restaurants und Bars ohne Ende.
Wir sind hier ja noch im Winter bzw. am Fruehlingsbegin - es ist aber trotzdem schon feinstens warm und die langen Hosen haben wir einstweilen mal ganz unten in unsere Rucksaecke gepackt. Zum Glueck sind auch noch nicht soviele Leute hier und die Straende sind meistens wunderbar leer und man kann sich so richtig in Ruhe nach dem Surfkurs in der Sonne aalen.

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Das merkwuerdige ist, dass hier ueberall Truthaehne frei rumlaufen und einem versuchen Sachen aus den Rucksaecken oder Strandtaschen zu klauen. Kein wunder das es den diebischen Dingern zu Thanksgiving an den Kragen geht.

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Gestern gings dann los mit unserer ersten Surfstunde, und gleich von Beginn an wurden wir wieder von alten Aengsten geplangt, denn wir sollten direkt vorm Hostel abgeholt werden ... naja, bei unserem letzten Windsurfkurs in Kroatien sollte das wohl auch so sein, die Typen sind aber meistens einfach nicht aufgetaucht. Ganz anders hier, sogar ein paar Minuten zu frueh hat uns ein franzoesischer Surflehrer abgeholt und gleich direkt zum Strand chauffiert.
Dort gleich rein in die Wetsuits (ohne waers nach zwei Stunden im Wasser sicher ordentlich kuehl) und uns mit unserem Surflehrer MAX bekannt gemacht. Max ist uebrigens der einzige Name den man angeben kann wenn man beim Starbucks nach seinem Namen gefragt wird und der auch verstanden wird.
Max ist ein quirrliger, ca. 40 jaehriger Paradesurfer der mit allen Wassern gewaschen zu schein seint.
Nach kurzer Einschulung ueber die Gefahren von Stroemungen, Untiefen, Riffen und Haien gings dann gleich ins Wasser und auf grosse Wellenjagd.
Wir waren beide ueberrascht wie fix alles ging, aber nach mittlerweile zwei Tagen, endlossem Gepaddel (wir spueren unsere Haende kaum noch) und vieeeel vieeeel Salzwasser haben wir es doch schon das eine oder andere Mal geschafft ohne fremde Hilfe eine Welle zu schnappen und bis an den Strand elegantestens zu reiten - wie die Bilder beweisen.

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Das Ganze ist ein riesiger Spass und eine gute Abwechslung von den ganzen Wanderungen, dem Staub der Wueste und dem Sightseeing der vergangenen Tage. So schoen langsam gewoehnt man sich in diesem Ort auch einen richtigen Surferjargon an - ich versuche jeden Satz mit einem "...man" zu beenden und wir haben immer ein laessiges "Heeeyy - How is it going man?" auf den Lippen.

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Max scheint sich auch mit den oesterreichischen Helden des Tennis recht gut auszukennen, gleich das erste was ihm zu Oesterreich eingefallen ist war Thomas Muster, dass dieser Nummer 1 der Welt war und schei*** reich ist und Barbara Schett, und dass die hier gleich um die Ecke wohnen.
Beim Hostel hatten wir diesmal auch wieder riesiges Glueck, man darf sich zwar keine alkoholischen Getraenke mitbringen, aber dafuer ist die Bar so guenstig wie einst im Soldatenheim beim Bundesheer und der Kellner hinter der Bar sieht aus und benimmt sich gleich wie Ferdl in seinen besten Tagen nur mit etwas laengeren Haaren.

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Zum Schluss gibts noch eine kleine Frage die wohl nicht so einfach sein duerfte wie beim letzten Mal und zu der uns Max "inspiriert" hat:

Was ist neben Waffen und so gefaehrlichem Zeugs noch absolut verboten an australischen Schulen?
(Und NEIN, es sind nicht Surfbretter, etwas sonstig Gefaehrliches oder Sportutensilien)

Greeetzz!

Posted by chkogler 00:42 Archived in Australia Comments (5)

Brissi, Brekkie, Veggi

Ja, alles wird hier vernietlicht!

sunny 26 °C

Nach zwei Tagen in Brisbane, etwas gemütlichem Bummeln und die Sehenswürdigkeiten ansehen, und nachdem wir uns von der Einsamkeit im Outback in dieser Millionenstadt wieder etwas erholt haben, haben wir jetzt auch schon unsere weiteren Aktivitaeten geplant und gebucht:

  • Noosa und die Sunshine Coast inklusive eines 5 tägigen Surfkurs (Wellenreiten)
  • Rainbow Beach und Fraser Island (inkl. Camping)
  • Mit einem Segelboot durch die Whitsundays und zum äusseren Great Barrier Reef

Danach wären noch eine Fullmoon Party und Cape Tribulation im Angebot, aber das entscheiden wir dann spontan und je nachdem wieviel Zeit uns noch bleibt.

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Erstmal sind wir aber froh wenn wir unser Hostel hier in Brisbane wieder verlassen können. Es ist zwar optisch ein wunderschönes Hostel und alles sieht seeehr gemütlich aus (Backsteinwände, alte Treppen und Holzvertafelungen), aber leider sind die Wände aus Papier und irgendwie sind wir hier in einer Art Chinahostel gelandet. Überall im Hostel laufen 1000e lärmende Asiaten rum die kein Wort Englisch verstehen und alles blockieren und nicht gerade freundlich sind.
Das Hostel ist eigentlich recht klein, und wir haben keine Ahnung wo die alle untergebracht sind.

Heute gabs dann als Krönung auch kein warmes Wasser mehr, was den Manager an den Rand der Verzweiflung getrieben hat und ihn vor eine beinahe unlösbare Aufgabe gestellt hat.
Es war dann bemerkenswert wie weit man seine Ansprüche runterschrauben kann wenn man muss, und so gibts eine kleine Anleitung wie man sich längere Haare unter widrigsten Umständen wäscht. Bei meinen mickrigen Zotteln reicht ja einmal ordentlich mit dem Handtuch durchgehn und so schlimm ist da kaltes Wasser auch nicht.

Zu den Utensilien: Ein grosser Topf (mit etwas Glück findet man sogar einen sauberen), Wasser, Schampoo, Handtuch und eine helfende Hand

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Ein grosser Topf Wasser wird zum Kochen gebracht und man sollte unbedingt direkt vor der Dusche warten bis sie endlich wieder frei wird (eine Mädchen liess sich die Dusche wegschnappen und hat dananch wahnsinnig randaliert weil jemand vor ihr reingeschlüpft ist).
Man kann das Wasser ruhig zum kochen bringen, denn das Warten kann ganz schön lang dauern.
Dann gehts ruck zuck und man befeuchtet die Haare leicht mit Wasser und massiert sich das Schampoo ein (die giftigen Blicke der anderen Gäste sollte man einfach ignorieren).

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Dann sorgfälltig mit einem Becher das Ganze auspülen und unter schmerzverzerrten Gesicht wieder ausbürsten.

Zick Zack fertig und das Ergebnis kann sich sehen lassen!

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Posted by chkogler 11:40 Archived in Australia Comments (3)

Foto update

all seasons in one day -17 °C

So, nach einem Tag voller Waschen und Bilder hochladen in Sydney haben wir endlich wieder genug zum Anziehen und hier gibts alle unsere bisherigen Australien Bilder

Sydney
Blue Mountains
Sydney Bondi Beach
Sydney Aquarium
Outback

.. oder einfach http://www.pixum.de/members/chrissi6666 um sich alle Alben anzusehen

Posted by chkogler 11:25 Archived in Australia Comments (0)

Weisst du wieviel Sternlein stehen....

sunny 33 °C

Soooo ... nach drei harten und anstrengenden Tagen voller Wanderungen, Staub, Sonne und Hitze haben wir es aus der Einoede zurueck ins "pralle" Leben von Alice Springs geschafft.
Unser Mietauto hat sich als wahrer Strassenkreuzer entpuppt und war dank Tempomat, Automatik und kerzengeraden Strassen wunderbar zu fahren. Zwischendurch haette man sich fast ueberlegen koennen ein Buch zu lesen oder sich fuer ein Nickerchen auf die Rueckbank zu verziehen.

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Die Fahrt selbst war am Beginn recht spannend - endlose Weiten, Wueste, tote Tiere am Strassenrand und nichts am Horizont zu erkennen. Nach gut zwei-, dreihundert Kilometern wird das ganze aber recht eintoenig und sehr deprimierend und wir waren recht froh, dass wir nicht durchs ganze Outback gefahren, sondern gleich direkt ins Zentrum geflogen sind.

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Die ganze Fahrt ueber haben uns Schilder, die uns vor ueberfluteten Strassen warnen sollten, irrsinnig amuesiert - haben wir doch jetzt seit fuenf Tagen keine einzige Wolke am Himmel gesehen. Als wir jedoch nach unserem ersten Mal Kochen Wasser weggeschuettet haben, haben wir schnell erkannt, dass hier vor lauter trocken kein Tropfen Fluessigkeit in die Erde absickern kann, und wahrscheinlich schon ein kleiner Regenguss reicht, um ganze Taeler zu ueberfluten.
Vor unserer Abfahrt wurde uns noch eingebleut, ja nicht bei Dunkelheit zu fahren, da man sicherlich ein Kaenguruh, einen Dingo oder ein Kamel abschiesst - wenn man sich die ganzen ausgetrockneten Kadaver am Strassenrand ansieht, glaub ich, dass die uns nicht zu unrecht gewarnt haben. Hat was von einem Western, wenn die Cowboys durch die Praerie reiten und ueberall die Schaedel rumliegen ...
Gleich unser erster Stop war dann der Kings Canyon - ein gut 350 Meter tiefer Canyon mitten im Outback. Die Temperatur und die Sonne waren derartig unbarmherzig, als wir unser wohlig gekuehltes Auto verliessen, dass es uns fast wieder zurueckgeschleudert hat. Trotzdem gings dann gleich mal ueber eine alte Steintreppe den Klippenrand hinauf - zum Glueck hatten wir uns ordentlich mit Sonnencreme (30+) eingecremt und sind als lebende Spiegel durch die Gegend gelaufen - den Blicken der wenigen anderen tapferen Wanderer zu schliessen, muessen wir ja ordentlich geblendet haben.

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Der Canyon selbst war, wie das gesamte Outback, ein Wahnsinn - die roten Felsen, die tiefe Kluft, die vom Wind geformten Felsformationen ... Wahnsinn!! Mitten in dieser steinigen Einoede gibts dann ein Wasserloch, in dem man sogar baden kann und das sich "Garten von Eden" nennt - ein paar Leute vor uns haben sich dort auch recht feucht froehlich getummelt und es sich so richtig gut gehn lassen. Irgendwie haben wir aber nicht daran gedacht hier Wasser zu finden und haben deshalb nur von Weitem zusehen koennen...
Am Abend haben wir dann auf einem Campingplatz in der Naehe unser Nachtlager aufgeschlagen und gemuetlichst auf unserem kleinen Campingkocher ein feines Lammsteak gegrillt und es uns an nichts fehlen lassen.

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Kaum ist es dann dunkel geworden, sind auch schon von ueberall her die Dingos durchs Campinglager geschlichen und haben Ausschau nach irgendwelchen Resterln gehalten - sorgfaelltig wie wir waren, haben wir aber natuerlich keine hinterlassen.
Nachts gabs dann Sterne bis zum Abwinken ... fast kein Licht weit und breit und kein Woelkchen, das die Sicht haette trueben koennen. Die Milchstrasse war glasklar zu erkennen und wir haben uns auf unseren Campingstuehlen zurueckgelehnt und die Sternschnuppen gezaehlt (und ein, zwei Bier getrunken).
Am naechsten Morgen gings dann gleich wieder frueh los - und nachdem wir unser Auto zu einem unverschaemten Preis vollgetankt hatten - gings auf zum Ayers Rock.
Das ganze Resort dort ist eigentlich sehr touristisch und die haben sogar einen eigenen Flughafen gebaut, rein fuer die vielen Touristen die so dauernd kommen.

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Bevors aber zum Rock selbst ging, haben wir eine Wanderung durchs "Tal der Winde" bei den Kata Tjutas - den Olgas - in Angriff genommen. Das Ganze klingt nicht nur wie aus einem Indiana Jones Film, auch die Gegend, durch die wir da gewandert sind, haette aus dem Tempel des Todes oder Aehnlichem stammen koennen. Durch enge Felskluften und Schluchten gings wieder bei bruetender Hitze ueber Stock und Stein und wir wurden zwischendurch immer wieder mit wahnsinns Ausblicken belohnt. In diesem Tal haette man sich locker vorstellen koennen, dass noch Dinosaurier oder irgendwelche urzeitlichen Tiere verlassen leben - naja, wenn alles nicht schon so touristisch erschlossen waere.
Am Abend gings dann noch direkt zum Ayers Rock um dort den Sonnenuntergang zu geniessen.

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Dort gabs dann vielleicht ein Getuemmel wie auf dem Oktoberfest. Den ganzen Tag ueber haben wir fast keine Menschenseele gesehen und 15 Minuten bevor die Sonne unterging, kamen dann alle aus ihren Loechern und sind zu diesem einen Aussichtspunkt getingelt. Neben uns hat sich so eine Tussi voll aufgetakelt, geschminkt, im besten Outfit und mit einem Glaeschen Weiswein vor dem Rock in Szene gesetzt. Sie hat ihrer Tochter ca. 10 Minuten durch Anweisungen erteilt wie sie gefaelligst zu fotografieren ist- ich glaube nicht mal ein Hochzeitsfoto ist so aufwendig zu machen. Naja, wir sind daneben in unseren Stuehlen voellig verschwitzt und fertig in unseren Wanderfetzen gesessen und haben vor uns hin geschmunzelt.
Direkt vor Sonnenuntergang gehts dann so richtig los - ueberall klicken Kameras, man hoert wie alle jemanden bitten ein Foto zu machen und in der Luft wirds so richtig eng bei den ganzen Kleinflugzeugen und Helikoptern ... dann geht alles ganz schnell und die Strassen werden voellig blockiert weil alle zurueck ins einzige Resort wollen - sehr sehr sehr eigenartige Erfahrung.
Nach einer weiteren Nacht in unseren Buschbetten gings dann zu einer kleinen Wanderung direkt am Fusse des Ayers Rock die von einem Aboriginal (Anangu) gefuehrt wird.

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Mark war unser Anangu, der nur in seiner Sprache gesprochen hat und Chris hat alles fuer uns uebersetzt. Mark hat uns von seinen Vorfahren und alte Geschichten erzaehlt und uns gezeigt wie man mit ein paar wenigen Werkzeugen Feuer macht, Klebstoff herstellt und wie man Kaenguruhs mit einem Speer erlegt - glaube aber nicht, dass wir das jemals schaffen wuerden. Dann sind wir noch um den Felsen rumgewandert, leider war das fotografieren meistens verboten da es sich fast komplett um heilige Staetten der Anangu handelt und wir diese auch respektieren wollten. Es gibt auch keine Informationen zu den Ritualen oder den Staetten im Detail, weil das alles nur den hoechsten Anangu vorbehalten bleibt.

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Auch haben wir es tunlichst unterlassen den Ayers Rock zu besteigen, da dies bei den Anangu verpoent ist und haben dementsprechend alle Besteiger mit verachtenden Blicken gestraft.
Als wir dann - nach einer weiteren endloooosen Fahrt - wieder im "tobenden" Alice Springs angekommen sind, waren wir heilfroh wieder in einem ordentlichen Bett zu schlafen und endlich den ganzen Sand mit einer ordentlichen Dusche loszuwerden. Mit meinen Schuhen sowie den Wandersocken haette jetzt wahrscheinlich jede Militaermacht der Welt seine helle Freude.

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Heute hatten wir dann den ganzen Tag NUR fuer Alice Springs, und ich glaube eine Stunde haette auch gereicht. Es gibt hier wirklich nichts Sehenswertes (ausser die Radioschule, wo sehr entlegen wohnende Kinder per Radio unterrichtet werden, aber da Samstag schulfrei ist, war das auch nicht sehr interessant), nur Fastfood, Staub und Hitze und Souvenirshops. Die Selbstmordrate aus Langeweile in dieser Stadt muss wahnsinnig hoch sein. Selbst ein Auto hilft einem hier ja nicht viel weiter - wo will man den Bitte hin????
Ueberall gibts auch arbeitslose Aboriginals, die rumlungern und versuchen an Alkohol zu kommen. Fuer die kam die ganze Umstellung hier viel zu schnell und es kommt immer wieder zu Konflikten mit den neuen Regeln und Gesetzen der Weissen ... aber da haben wir wohl viel zu wenig Einblick, um dazu wirklich was sagen zu koennen.

Jetzt werden wir nur noch versuchen ein Lokal zu finden in dem wir Kaenguruh, Kamel, Emu oder sowas in der Art essen koennen. Unser Flug morgen nach Brisbane geht zum Glueck schon um 11.30 und wir muessen nicht noch einen Tag hier rumlungern ....

Alles in Allem war jedoch das Outback das bisherige Highlight unserer kleinen Reise!

Posted by chkogler 16:50 Archived in Australia Comments (2)

Des Raetsels Loesung

-17 °C

Unser kleines Sydneyraetsel wurde bravuroes von Chrissi und Stephen geloest.
Sogar wir selbst wurden eines Besseren belehrt, und das Schwein steht anscheinend seit den Harry Potter Filmen nicht mehr in Florenz, sondern tatsaechlich in Hogwarts - wie der mir per E-mail uebermittelte Beweis eindeutig zeigt.

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Gratulation!

Posted by chkogler 16:16 Archived in Australia Comments (0)

Und auf in den Busch ...

sunny 29 °C

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So, unsere letzten Tage in Sydney haben wir gemuetlich am Strand in Bondi und im Sydney Aquarium verbracht. Dort gabs dann neben Nemo und Clownfischen auch garstige Moraenen, Kugelfische, Robben, Pinguine, Octopusse und vor allem jede Menge Haie.
Das Feine daran war, dass man sich dort in einen Tunnel direkt mitten ins Haibecken begeben konnte. Obwohl man durch wirklich dickes Glas geschuetzt ist, ist es trotzdem immer ein ziemlicher Schreck gewesen, wenn auf einmal so
ein riesiger weisser Hai hinter einem auftaucht. Besser die ganzen Ungetueme jetzt ansehen bevor dann beim Baden live erleben .... ich bekomm bei sowas immer weniger Lust aufs Wasser.

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Den Abend haben wir dann noch gemuetlich bei ein bisschen Running Sushi ausklingen lassen - haben da ein ziemlich edel aussehendes aber sehr preiswertes Sushilokal gefunden. Immer wenn jemand das Lokal verlassen hat haben alle, die dort gearbeitet haben, irgendwas auf Japanisch nachgerufen und wir haben tierisch lachen muessen.
Heute morgen hat uns dann das Shuttle 20 Minuten zu frueh abgeholt, UND Ella wahr erstaunlicherweise trotzdem schon fertig - was so eine Reise alles ausmacht.
Alice Springs selbst ist wirklich ... naja ... rot und staubig. Selbst als wir mit dem Flieger direkt ueber die Stadt geflogen sind, hat man kaum was erkennen koennen. Aber hier ist es schon richtig heiss und wir haben uns endlich in unsere Sommeroutfits werfen koennen.

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Leider gabs gerade vor 2 Wochen auf diesem Fluss die beruehmte Henley on Todd Regatta - angeblich ein Mordspass wo sich der Buergermeister, Doktoren, Anwaelte usw. wie die 3-jaehrige benehmen und ein "Bootsrennen" ausfechten und sich mit Eiern und Mehlbomben bewerfen ... wieder ein Spass, den wir knapp um ein paar Tage versaeumt haben.

Eine kleine Planaenderung gabs auch noch, nachdem wir in letzter Minute unser Mietauto aufgrund von Wucherpreisen gecancelt und nicht wirklich eine guenstige Alternative gefunden haben. So haben wir beschlossen, uns einen Kombi inkl. Campingausruestung zu nehmen und 3 Tage am Ayers Rock und Umgebung zu campen. Zelt gabs keines dazu und der Vermieter hat gmeint, dass es ohnehin nie regnet und man so viel besser unter den Sternen schlafen kann ...
Falls man dann laenger nichts mehr von uns hoert, sind wir entweder den Koalas zum Opfer gefallen oder haben uns hoffnungslos in der endlosen Einoede verirrt. Naja, nachfragen kann man ja mal unter www.alicecampndrive.com.

Tja, wir sind dann mal weg ...

Posted by chkogler 18:27 Archived in Australia Comments (0)

G`Day Sydney

sunny 17 °C

So, um gleich mal vorneweg alle Nervösen zu beruhigen - wir sind, wie man lesen kann, wunderbar in Sydney angekommen. Aber ganz von vorne...

In Christchurch haben wir uns gleich in aller Früh von unserer Traumwohnung verabschiedet und sind mit Henning, unserem deutschen Kutscher, zum Flughafen Christchurch - ein trauriger, kleiner Flughafen auf dem es wirklich NICHTS zu tun gibt ausser dass man seine 25 Dollar Abreisesteuer!! zahlt und sich in ewig langen Schlangen anstellt.
Nachdem wir den ganzen formellen Kram erledigt haben, sind wir noch schnell ins Antarctica Center direkt am Flughafen - dem offiziellen Tor zur Antarktis. Von hier starten die meisten Expeditionen und Forschungsreisen in die Antarktis, und es gibt ein Altersheim für Pinguine die zu alt oder in irgendeiner Art behindert sind und in der Wildnis nicht überleben würden. Hier langweilen sie sich wahrscheinlich den ganzen Tag zu Tode und wundern sich über blöde Blicke und dumpfsinniges Getappse und Gequietsche von Kindern ... zumindest erwecken sie den Eindruck.
Das sensationellste war aber, dass man in eine Simulationskammer gehn kann und dort mitten in einen Schneesturm kommt ... ziemlich eiskalte Sache ... brrrr.

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Danach gings bei recht windigem Wetter in die Lüfte und Richtung Sydney. Die Stadt hat uns gleich mit wunderbarstem sommerlichem Wetter und einem wahnsinns Anblick empfangen. Ein, zwei Tage vor unserer Abreise gabs im neuseeländischen TV eine Serie über die Einreisekontrollen in Australien - und irgendwie wurde dort jeder zu einer sehr "genauen" Untersuchung gebeten und seit dem schwirrten die ganze Zeit die Worte "Internal Examanation" in unseren Köpfen rum. Zum Glück ging dieser Kelch aber an uns vorüber und eigentlich hat sich niemand so recht um unsere Lebensmittel, die wir mitgebracht haben, gekümmert.

Unser Quartier haben wir dann gleich in der Nähe von Russell Crowes 14 Millionen Dollar Penthouse bezogen ... Unserers war aber wahrscheinlich etwas weniger luxuriös - wie unser Sicherheitsschloß gleich am ersten Abend noch verriet - keine Duschvorhänge, überall Insektenspray und die Matratzen sind aus wunderbar angenehmen Plastik. Der asiatische Nachtwächter machte gleich klar, dass hier Ordnung herrscht und überall im Hostel hängen Zettel mit Verboten und auf jedem zweiten steht, dass man ohne Angabe von Gründen jederzeit rausgeworfen werden kann - da hoffen wir mal, dass die nicht zufällig in unser Zimmer stolpern und den Saustall sehen, den wir unter Tags immer so hinterlassen. Dafuer ist es aber fuer Sydney eine sehr preiswerte Unterkunft - warum wohl!?

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Nachdem wir dann alles verstaut hatten, sind wir dann sofort ins Nachtleben von Sydney gestürmt und haben uns etwas umgesehen. Irgendwie sind wir dann mitten in Chinatown gelandet und waren umzingelt von blinkenden Lichtern und abartig freundlich grinsenden und winkenden Asiaten. Hier kann man fast keine zwei Meter gerade aus gehn ohne dass uns nicht teilweise mehrere Speisekarten zugleich unter die Nasen gehalten wurden.
Die erste Nacht in einer richtigen Weltstadt, nach all den entlegenen Gebieten in Neuseeland, kam uns vor als würden wir direkt am Pannenstreifen einer Autobahn schlafen - und dauernd kamen von irgendwoher lärmende Leute ... wer weiß, vielleicht feiert ja Russell Crowe dauernd irgendwelche Orgien.
Sydney hat uns ja schon bei Nacht vollends begeistert und wir waren richtig gespannt was es bei Tag zu bieten hatte, und wurden nicht enttäuscht. Es ist eine atemberaubende und wunderschöne Großstadt - bis jetzt war ja immer Paris mein Favorit, aber Sydney hat das noch toppen können.

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Die Skyline, das Opernhaus, die Parks, der Hafen - die kleinen Läden ... einfach alles passt hier irgendwie zusammen. Wir sind alleine fast einen ganzen Tag durch den Stadtteil Paddington getingelt und haben uns Häuser, kleine Läden, den kleinen Markt (wo fast nur selbstgemachte Sachen verkauft werden) und einen dreistöckigen Second-Hand Buchladen inklusive Cafe reingezogen. Ella ging in dem Buchladen natürlich vollends auf und mittlerweile schleppen wir insgesamt so 10 Bücher mit uns rum.

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Besonders das Opernhaus war bemerkenswert, es ist halt etwas, das man von sovielen Postern, Filmen, Postkarten usw. kennt und wenn man dann selbst wirklich dort ist, erscheint es gleich in einem ganz anderen Licht. Man sieht die Stufen, die eigentliche Farbe (eher ein schäbiges Beige als Weiss) die Struktur der Fassade und das karge Innenleben.
Bei unserer Hafenrundfahrt sind wir dann beim Zoo von Sydney raus und haben uns auf die Suche nach Koalas, Kängurus und so gemacht. Koalas selbst sind ja wirklich langweilige Tiere - hängen nur rum und bewegen sich keinen Millimeter. Man könnte Stofftiere austellen und niemand würde den Unterschied merken - das Ganze kommt daher, dass sie nur Eukalyptus essen und ihnen das nicht genug Energie gibt, deshalb schlafen die guten auch 20 Stunden am Tag. Einer Buschlegende nach sind sie jedoch einfach nur dauernd betrunken ... klingt auch irgendwie einleuchtend. Die meisten Koalas sterben übrigens wenn sie sich zu neuen Lebensräumen oder auf Partnersuche begeben - klar so gemütlich wie die dahintrotten sind sie ein leichtes Opfer - wahrscheinlich sogar für Faultiere.

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Die meisten anderen Tiere im Zoo waren nicht wirklich aktiver - Känguruhs haben sich nur in der Sonne geaalt und andere sind einfach im Wasser rumgelegen. Trotzdem ist es ein wunderschöner Zoo, nicht nur Gehege an Gehege sondern mit eigenen Themenlandschaften und einer sehr freundlichen Atmosphäre ... und wären nicht gerade an diesem Tag 1000e Kindergärten und Volkschulen dort unterwegs gewesen, wärs warscheinlich auch noch recht ruhig gewesen.

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Am zweiten Abend haben wir uns dann im Olympiastadion ein Rugbyspiel angesehen - ziemliche tollkühne Sache, denn wir hatten beide absolut Null Ahnung wie das ganze so läuft (und das, obwohl Ella schon einmal in Schottland einem solchen Schauspiel beigewohnt hatte). Hier in Australien sind die Leute übrigens genauso vernarrt in Rugby wie in Neuseeland. Als ich einen Typ im Hostel fragte ob er einen Tipp für ein gutes Spiel wüsste, hat er mich gleich mal ordentlich zur Brust genommen und mir die gesamte Liga mit all seinen Teams im Detail erklärt ... er verlor zwar kein Wort über die Regeln, aber die Teams kenn ich jetzt. Am Ende wurde es dann ein Stadtderby und ein recht wichtiges Spiel um den Einzug in die Playoffs.

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Schon bei der Hinfahrt waren überall Leute mit Fahnen und überall konnte man Gejaule und Sprechchöre vernehmen (erinnerte mich stark an mein letztes Eishockeyspiel - aber diesmal wollt ich doch bis zum Ende bleiben).
Die beiden Mannschaften (Rabbitoohs und Roosters) scheinen sich übrigens nicht so wirklich zu verstehen, denn gleich nach dem Anpfiff kamen hinter uns Rufe wie "Kill him!!!" und "Rip his head offffff!!!!!" ... sehr charmante Einleitung. Im Laufe des Spiels, und dank einiger Bier und Wein, sind wir, denke ich, den Regeln jedoch ziemlich gut auf die Schliche gekommen:

  • Der Ball muss hinters Tor getragen werden - hier gibt es aber einige Eigenheiten und es wird wohl um die Spannung zu erhöhen immer ein Videobeweis verlangt - das Publikum wartet dann ganz gespannt, es knistert förmlich und man könnte eine Stecknadel fallen hören, und dann entläd sich alles in einem riesigen Jubel oder einem einzigen Seufzer, jenachdem ob der sogenannte "Try" erfolgreich war oder nicht.
  • Schafft man einen Try, darf immer der Glatzkopf der Mannschaft versuchen ein Tor zu kicken - das klappt aber anscheinend nur alle 10 Versuche und hat was von österreichischem Fussball.
  • Während dem Spiel selbst versucht der Ballträger so oft wie möglich mit Spielern der gegnerischen Mannschaft zu kuscheln - meistens kuschelt man im Verhältniss 1:3. Man wirft sich gemeinschaftlich auf den Boden, betätschelt sich, das Publikum heult auf und alles beginnt von vorne.
  • Hat man keine Lust zu kuscheln tritt man den Ball einfach völlig motivationslos nach vorne und wartet bis der Gegner zum Kuscheln vorbeikommt.
  • Alles, was irgendwie härter scheint, ist wohl verboten - mit einigen interessanten Ausnahmen.
  • Pässe dürfen nur auf sehr mädchenhafte Weise geworfen werden, müssen immer nach hinten sein und dürfen nie gewollt aussehen.
  • Als Zuschauer muss man wohl das ganze Spiel über, aus unerfindlichen Gründen und zu den unpassendste Zeiten jubeln, seufzen, zustimmend mit dem Kopf nicken oder den selben angewidert schütteln.

Ein riesiges Rätsel haben uns auch blaue und orange Männchen aufgegeben, die dauert zwischen den Spielern und den Schiedsrichtern am Spielfeld rumgewuselt sind. Ich hab dann einen älteren Fan vor uns gefragt, dieser war völlig entrüstet wie ich denn sowas nicht wissen kann und hat mir dann erklärt, dass die Mannschaft, die sich im Angriff befindet, immer die/den Trainer mit am Spielfeld haben darf. Sowar fehlt meiner Meinung nach doch im Fussball ...
Am Ende hat die Heimmannschaft fürchterlich eines auf Nuss bekommen und fast alle sind früher gegangen als es 10 Minuten vor Ende so 26:0 stand.
Da lagen dann auch schon die Nerven der Spieler blank und einer hat einem Gegenspieler - der hat wohl mehr als nur kuscheln wollen - so richtig eine mit der Faust verpasst. Blut ist überall gespritzt, das Publikum hat gejubelt und der Schiri hat sich gemütlich die Wiederholung per Videoleinwand angesehen ... und was passiert, wenn einer jemanden voll eine mit der Faust verpasst? Genau ... gemütlich 10 Minuten Strafbank - nicht mehr!
Knapp vor Schluß gabs dann noch die Revanche für den Kinnhacken - das Publikum johlte wieder und dann gings für alle ab nach Hause - lustige Sache, aber das nächste mal werden wir uns wohl vorher etwas mit den Regeln befassen.

Heute gings dann etwas gemütlicher mit dem Zug zu den Blue Mountains - riesige Waldlandschaften mit Klippen und Wasserfällen und alles in ein leichtes Blau gehüllt. Wunderschön und wir haben uns über Stock und Stein ins Dickicht gworfen und sind gute drei Stunden die Klippen entlang gewandert. Wahnsinns Ausblicke, unglaubliche Fallwinde und eine Landschaft die wieder ganz was anderes geboten hatte wie die Großstadt - überall karge, rote Felsen und Bäume die aus beinahe vertikalen Hängen wachsen ... die Bilder können sowas gar nicht richtig übermitteln - und wir hoffen das uns unser kleiner Ausflug ins Outback noch mehr solcher wunderschöne Eindrücke beschert.

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Jetzt gehts also ans Sparen um sich eine Wohnung in Sydney und die dafür nötige Sonnencremefabrik leisten zu können. Die viktorianischen Haeuser in Paddington und das ganze Viertel ueberhaupt hat uns naemlich derart begeistert, dass wir verstehen koennen, wieso Leute hier leben wollen.

Mitten in Sydney haben wir dann auch noch Folgendes entdeckt und diesmal gibts ein kleines Rätsel.#
Wer weiß denn, in welcher Stadt das Orginal von diesem Schwein zu finden ist?

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PS.: Mittlerweile haben wir uebrigens 3 Jeans durchgescheuert ... hatten eigentlich gedacht das die Dinger laenger halten ... tun sie aber nicht :-(

Posted by chkogler 19:10 Archived in Australia Comments (5)

E noho ra Aotearoa!!

semi-overcast 11 °C

Tja die Zeit vergeht schneller als uns lieb ist, und schon morgen sitzen wir wieder im Flieger und machen uns auf den Weg nach Sydney.
Nachdem wir Dunedin so richtig genossen haben, sind wir am naechsten Tag nach Christchurch aufgebrochen. Wieder gut 500km Fahrt - was schon langsam laestig wurde, aber damit ist ja nun fuer ein Zeiterl Schluss.
Auf unserem Weg haben wir noch kurz einen Abstecher nach Narnia gemacht - tja, in Neuseeland wurde halt nicht nur "Herr der Ringe" gedreht. Dort gibts direkt neben der Strasse den Schauplatz der letzten grossen Schlachtszene, dieser ist jetzt jedoch wieder seiner urspruenglichen Bestimmung als Schafweide zugefuehrt worden. Wir haben uns also zwischen Schafen und diesen sogenannten Elefantenfelsen etwas ausgetobt und sind dann noch schnell bei einem Walfossil und alten Maorifelsmalereien eingekehrt.

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Die Malereien waren kaum noch zu erkennen und sehen eher so aus als haetten Kinder mit Kreide rumgespielt - und leider gabs dort auch schon recht viel Vandalismus, und viele Liebesbekundungen im Stile von "Ella + Chrissi"schmuecken die Steinwaende - und ich kann mir nicht vorstellen, dass die von Maoris stammen.
Christchurch selbst war dann nicht mehr so ein Highlight - das Wetter hat nicht mehr so richtig mitgespielt und wir waren nach dem ganzen Fahren auch etwas erschoepft, immerhin haben wir in den 3 Wochen hier 3982km zurueckgelegt - im Linksverkehr und absolut unfallfrei!!
Im Hostel - das uebrigens wieder mal traumhaft ist - hat uns dann der Besitzer ein bisschen einen Einblick in die Welt des Rugby und der All Blacks gegeben. Der komische Kautz hat gar nicht mehr zu reden aufgehoert ... aber beim Thema Rugby spielt anscheinend ganz Neuseeland verrueckt, gerade jetzt wo Anfang September der World Cup in Frankreich beginnt - alle hier stehen voll hinter ihrem Team, ueberall haengen "Go Blacks!!" Banner und Fahnen, im Fernsehen laeuft dauernd Werbung fuer den WorldCup und dass man die Blacks unterstuetzen soll. Man kann sich in beinahe jedem Geschaeft Fanartikel kaufen - egal was die normalerweise verkaufen, es gibt immer eine kleine Abteilung wo man T-Shirts, Becher, Kappen usw. kaufen kann. Ein Bauer hat sogar 3 seiner Scheunen komplett angemalt!
Heute sind wir dann auch noch in eine riesige Falle getappt indem wir uns nach einer Runde Kanu im Park (wir sind uebrigens nicht gerade die talentiertesten Kanuten) zum "Science Alive!!" aufgemacht haben.

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Laut Fuehrer eine Art Museum wo es halt Experimente usw. direkt zum Selbermachen und Anfassen gibt.... leider seeeehr auf Kinder ausgelegt. Aber immerhin hat uns die etwas stutzige Verkaeuferin fuer die Haelfte reingelassen und wir konnten so zumindest unser letztes Minigolfturnier an einem spekatkulaeren Schauplatz - naemlich im Dunkeln und mit fluoreszierenden Baellen, Schlaegern und Bahnen spielen.
Ella hat mich natuerlich - vor einer ganzen Schulklasse uebrigens - so richtig mit einem 57:73 vorgefuehrt und somit zumindest den Neuseelandcup mit 3:1 fuer sich entschieden.
Wir konnten uns auch mit einem deutschen Shuttlebusfahrer, der seit 12 Jahren in Neuseeland lebt, unterhalten und einige tiefere Einblicke in das Land bekommen. Es ist halt wie ueberall nicht alles Gold was glaenzt und auch hier gibt es anscheinend grobe Maengel bei Ausbildung, Gesundheitswesen und vor allem beim Hausbau - schrecklich welche mikrigen Bretterverschlaege hier teilweise als Haeuser durchgehen.
Alles in Allem hat uns dieses Land aber seeehr seeehr gut gefallen, die Leute waren alle irrsinnig freundlich, die Landschaft ist atemberaubend und wir hatten viele unglaubliche Erlebnisse und Begegnungen. Neuseeland selbst hat uns auf jedenfall fuer die Strapazen des langen Fluges mehr als entschaedigt und wir konnten eigentlich den Grossteil unserer ToDo Liste abhaken!!

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Morgen wird eigentlich wieder ein sehr ruhiger Tag - nur noch zum Flughafen und dann ab nach Australien ins Land der Kaenguruhs, Koalas und dem endlosen Outback.

Ach ja, wir haben natuerlich mittlerweile alle unsere restlichen Fotos wieder unter http://www.pixum.de/members/chrissi6666 online gestellt - viel Spass beim Schmoekern!!

PS.: In einem Buchladen - Ella kauft sich ja fast jeden zweiten Tag ein neues Buch - sind wir dann auf einen Europareisefuehrer gestossen und haben mal so gekuckt was man da so ueber Oesterreich schreibt. Gleich in der Einleitung wird darauf aufmerksam gemacht, dass Oesterreich sehr christlich sei und deshalb gegen einen EU-Beitritt der Tuerkei ist und es gab einen Ueberblick ueber den Fall Natascha Kampusch. Sonntagszeitungen hier lieben die Geschichte anscheinend, da steht fast auch jedesmal was drin. Die Oesterreicher selbst werden als reserviert und schwer zugaenglich beschrieben und eine typische Frase scheint zu sein : "A bissal besser werds heuer schon noch werden im Jaenner!" ... Tja nach dem kurzen Einblick wollt ich selbst kurzzeitig nicht mehr zurueck...

Posted by chkogler 17:28 Archived in New Zealand Comments (3)

1:2.86 und warum Schokolade DOCH schlecht fuer die Zähne ist

(zumindest für meine)

all seasons in one day 10 °C

Nach den nicht enden wollenden Adrenalinschüben in Queenstown und nachdem wir uns aus unserem Holzverschlag verabschiedet hatten, sind wir bei bestem Wetter und strahlendem Sonnenschein Richtung Te Anau und Milford Sound aufgebrochen.
Wieder war unsere Reise eher von einsamer Natur und man konnte von Weitem schon genau erkennen, dass sich Wolken über den Bergen gesammelt hatten - war uns aber egal, wir sind ja mittlerweile mit Hightech Winterjacken ausgestattet - meine enthält ein Titangemisch und Ella ihre wurde laut dem Namen nach aus Kiwis gemacht - fühlt sich auch dementsprechend weich an und ist aber trotzdem wasserabweisend.
Am Weg zum Milford Sound wurde das Wetter dann immer schlimmer und düsterste Wolken zogen auf, was unsere gelegentlichen Ausflüge doch ab einem gewissen Punkt etwas einschränkte. Trotzdem haben wir die Chance genützt und uns in tiefste Regenwälder und durchs Dickicht auf den Weg zu einem bemerkenswerten Wasserfall gemacht. Dort hat man dann richtig sehen können wie unglaublich mächtig Wasser doch ist und welch traumhafte Formen es hervorbringen kann.

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Aufgrund des schlechten Wetters und des starken Windes konnten wir leider die Spiegelbilder in den Mirrorlakes nur erahnen, aber nachdem wir schon mit soviel anderem Schönen verwöhnt worden sind, war das nicht wirklich ein Problem.
Langsam kamen wir auch in immer höhere Gefilde und in lawinengefährdetes Gebiet - hier werden die Lawinen auch nicht gesichert oder sonst was, man stellt einfach extrem viele Warnschilder auf das halt mal was runterkommen könnte und man eher doch nicht anhalten sollte.
Wir kamen dann auch durch unseren ersten Tunnel in Neuseeland und jeder Tunnelingenieur würde sich die Haare raufen was die hier angestellt haben - also für mich als Laie sah das ganze ziemlich stümperhaft aus und irgendwie hatten wir das Gefühl, dass dieser Homertunnel noch nicht ganz fertig war.
Für den Postler hier war der Tunnel aber eine richtige Arbeitserleichterung, denn bis dieser fertig war, musste der immer über den ganzen Berg kraxeln - das war damals wohl eher nur was für die Jungen.
Beim Milford Sound selbst hats dann wie aus Eimern geschüttet und deshalb haben wir auch die Bootsfahrt links liegen lassen, schnell ein paar Fotos von den Fjorden und Wasserfällen geknippst und haben uns schleunigst wieder auf den Heimweg gemacht. Wir haben uns aber als Ersatz fix vorgenommen uns spekatukuläre Fjorde in Norwegen anzusehen - die Heimat der Fjorde.
Bei unserem Hostel in Te Anau haben wir dann wohl die Krönung der Gemütlichkeit bei Rosies Backpackers erreicht. Man lebt hier direkt mitten in der Familie und nützt eigentlich nur deren Haus mit. Gerade als wir ankamen hat der Hausherr in der Küche ein Reh, das er selbst geschossen hat, zerlegt, und der Sohn hat sich aufgemacht zu einem Kinobesuch.
Dort haben wir auch wieder richtige Weltenbummler kennengelernt wie Christopher, ein Münchner der gemütlich auf Bali ein BWL Auslandssemester gemacht hat und sich dann für einige Monate auf Surfreise durch die Südsee, Australien und Neuseeland gemacht hat - oder Rob und Veronica aus England, die ihr Haus und all ihr Hab und Gut verkauft hatten und sich auf den längsten Schiurlaub den man sich vorstellen kann gemacht haben. Die sind seit gut 8 Monaten unterwegs durch Kanada, Alaska usw... und nur am Schifahren und Snowboarden.
Am nächsten Tag gings dann über den Southern Scenic Highway (hier unten wird irgendwie fast alles "scenic" bezeichnet) nach Bluff und dem südlichsten Punkt Neuseelands. Wir waren dann immerhin soweit südlich, dass der Südpool "nur" noch 4810km entfernt war und eigentlich nur noch das Kap Hoorn in Südamerika etwas weiter südlich liegt.

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Bei unserer Abreise sind wir dann rekordverdächtige 80,4km!!! ohne Gegenverkehr und 146km ohne Auto in unsere Richtung gefahren. Irgendwie unvorstellbar, immerhin kann ich zu Hause mitten in der Nacht keine 5km fahren ohne einem Auto zu begegenen.
Von dort aus sind wir dann gleich direkt Richtung Dunedin (was auf keltisch Edinburgh bedeutet) und dort haben wir jetzt wieder einen Tag Rast gemacht und uns die Sehenswürdigkeiten hier reingezogen.
Ein Highlight, auf das ich mich hier schon gefreut hab, war dann der Besuch in der Cadburry Schokoladenfabrik - und ich wurde schwer entäuscht. Man stellt sich so eine Schokoladenfabrik vielleicht witzig vor, aber es ist wohl einer der traurigsten Orte der Welt, ich habe noch nie soviele traurige Gesichter gesehen wie hier. Leute stehen an Fließbändern, füllen Schokoladebonbons, Riegel, usw... in Tüten und würden wahrscheinlich alle am liebsten zu heulen beginnen. Nicht unbedingt ein Ort an den man seine Kinder bringen sollte - aber immerhin gabs jede Menge gratis Schokolade, witzige Haarnetze und soviele Infos über Schokolade das es dazu heute ein "Hätten Sie gewusst .... " - Schokoladespezial gibt.

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Am späten Nachmittag haben wir uns dann noch die steilste Straße der Welt raufgekämpft. Hier gibts immerhin eine Steigung von 1:2.86 am steilsten Stück. Die Leute die dort wohnen müssen schon so richtig angepisst sein, wenn dauert Autos die Straße, in der sie eigentlich ganz normal wohnen, extrem laut im ersten Gang raufdüssen, nur um zu sehen ob sies schaffen. Wir haben das natürlich vermieden und sind zu Fuss rauf.
Jedes Jahr gibts dort im Juli dann ein riesiges Fest wo die ganze Straße mit Plastikfolie ausgelegt wird und die Cadburry Schokoladenfabrik abertausende Schokoladekugeln runterkullern lässt und kleine Kinder (ich mein, ich wär da ja sicher auch dabei) mit Einkaufstüten alle einsammeln und es wahnsinns Preise zu gewinnen gibt.
Jetzt neigt sich unsere Neuseelandreise dann auch langsam dem Ende zu und morgen gehts dann zu unserem letzten Stop nach Christchurch - hier wird dann sicher noch die grosse Golfchallenge entschieden und am Donnerstag gehts dann schon weiter nach Sydney...

Ach ja, gestern Abend hat sich dann auch noch ein riesen Stück von meinem Zahn verabschiedet. Da soll noch einer sagen Schokolade sei nicht schädlich. Es hat fast so den Anschein als gibts von nun an nur noch Fotos von rechts und kaum bin ich zu Hause ist wohl wieder eine gröbere Reparatur meiner Beisser von Nöten.

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Hätten Sie gewusst ... (Schokospezial)

  • Das Schokolade als Kunstblut für die berühmte Duschszene in Psycho benutzt wurde
  • Durch schmelzende Schokolade die Mikrowelle erfunden wurde
  • Schokolade Hunde tötet (durch das enthaltene Theobromin)
  • Der griechische Name für Schokolade "Getränk der Götter" bedeutet
  • Pro Jahr mehr als 1.5Millionen kg Cadburry Schokolade gegessen werden
  • Schokolade bei ca. 32 Grad schmiltzt und deshalb so cremig schmeckt.

Soo das wars jetzt aber und Kia Ora!!

Posted by chkogler 17:06 Archived in New Zealand Comments (0)

Aktueller Stand der Internationalen Pro Golf Liga (IPGL)

sunny 15 °C

Die schlechte Nachricht gleich am Anfang: leider hats mit dem Canyon Swing doch nicht geklappt :-(( - das ist zur Zeit hier wohl die volle Attraktion und man muß sich schon fast zwei Tage vorher dafür anmelden und leider haben wir ja keine Zeit mehr ... wär sicher noch ein ordentlicher Kick gewesen.
Aber Queenstown wäre nicht Queenstown wenn wir uns nicht trotzdem irgendwie die Zeit vertrieben hätten. Zuerst gings mal mit der Gondel rauf auf den Hausberg und die unglaubliche Aussicht geniessen. Der Blick bei strahlendem Sonnenschein auf den See und die Bergkette im Hintergrund hat uns ganz schön den Atem geraubt.

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Überall hier in der Gegend wird man an "Herr der Ringe" erinnert, an Mordor, die Ebenen von Rohan und die ganzen Gegenden ... aber irgendwie ja auch klar, wurde ja auch fast alles hier in der Nähe irgendwo gedreht.
Beim Bummeln durch die Einkaufspassage gestern haben wir denk ich auch den Schauspieler Bernhard Hill, der König Theoden gespielt hat, gesehen - falls ers nicht war, wird er sicher tausende Male seit dem Film darauf angesprochen.

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Nach der ganzen Aussicht und dem unbeschreiblichen Panorama haben wir uns dann einen "Luge" gegönnt und sind in so einer Art Karts ohne Motor den Berg runtergebrettert - hat wie immer höllisch Spass gemacht, war aber leider nicht annähernd so rasant wie das Fly by Wire.
Im Anschluss hab ich dann versucht meine Schlappe im Minigolf von den Rotorua Open wegzumachen und habe wieder eine ordentliche 49:64 Klatsche von Ella bekommen.
Die hats mit ihrem Traumspiel auch gleich an die Spitze der Internationalen Rangliste - zumindest für Österreich - geschafft. Das ganze war eine recht knappe Geschichte und Ella hat den alten Rekord von einem Jörg nur um einen Schlag unterboten - aber am Ende hat sie bravurös die Nerven behalten und das Spiel noch nach Hause geholt.

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Dann gabs endlich eine kleine Stärkung und ich hab bei McDonalds einen Kiwiburger verspeist - anscheinend haben die hier soviele von den Vögeln, dass man die essen kann.

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Am Nachmittag gings dann gleich mit Golf weiter - wir haben uns in einem Sportgeschäft professionelle Frisbees (pdga approved!!) besorgt und haben uns auf den Frisbeegolfplatz begeben.
Dort konnte ich dann endlich mal die Chance nützen und Ella mit einem 75:109 ungespitzt in den Boden rammen.

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Der offizielle Stand der IPGL Liga sieht damit zur Zeit wie folgt aus:

Rotorua Open (NZ): Ella mit 53:54
Queenstown Classics (NZ): Ella mit 49:64
Queenstown Gardens Countryclub Open (NZ): Chrissi mit 75:109

Noch zu spielen:
Christchurch Internationals (NZ) und alle Spiele in Australien

Sooo, nachdem wir uns dann morgen wieder in südlichere und damit entlegenere Gebiete aufmachen, wirds wahrscheinlich wieder länger nichts von uns geben ...

Also dann - liebe Grüße an Alle!! und Kia Ora!

Posted by chkogler 16:14 Archived in New Zealand Comments (2)

Wie man eine Rakete fliegt - Anfaengerkurs

sunny 11 °C

Es ist wirklich erstaunlich, auf was fuer Ideen die Kiwis so kommen. Man kann sich hier in Queenstown von allem Moeglichen stuerzen ... Bruecken, Kraenen, Klippen, Canyons und was weiss ich noch alles. Ist eigentlich aber nicht verwunderlich, denn immerhin haben die hier ja das Bungyjumpen erfunden und mittlerweile zu einer Kunstform erhoben.
Wir haben uns nach reiflicher Ueberlegung dazu entschlossen, uns eine Rakete unter den Hintern zu schnallen und durch einen engen Canyon zu rasen.

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Man wird dabei bis zu 170km/h schnell, erreicht eine maximale Hoehe von 150 Meter und ist bei den Turns fuer ca. 3 Sekunden komplett Schwerelos.

Zuerst mussten wir die laengste Verzichtserklaerung unterschreiben, die ich je gesehen hatte, und dann gabs noch eine kurze Sicherheitseinweisung - im Grunde konnte man jedoch nichts falsch machen - das Einzige was (offiziell zumindest) passieren konnte, war das man langsamer wurde (oder gegen einen Felsen kracht, oder in die Schlucht stuertzt, oder was weiss ich was ...).

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Es hat auf jedenfall irrsinnig Laune gemacht, obwohl einem schon recht mulmig wird, wenn man fast kerzengerade auf den ganzen Fels unter sich starrt und die Bremsen seiner Rakete loest und mit einem Affenzahn Richtung Boden rast. Man ist immerhin am Ende nur an einem winzigen Stahlseil gesichert, aber man geniesst zwischendurch eine wahnsinns Aussicht ins naechste Tal. Am Ende der Flugzeit gibts dann in der Rakete ein irrsinniges Gepiepse und Gepfeife und man kann seinen Flug noch verlaengern, wenn man schnell genug einen riesigen Knopf drueckt - da konnte ich natuerlich nicht wiederstehen ... war auf jeden Fall ein tolles Erlebnis und wir koennen das nur jedem empfehlen der mal in der Naehe ist. Wir haben beide beinahe den ganzen Flug lang durchgelacht und fuer die naechsten Stunden konnte uns niemand das schaebige Grinsen aus dem Gesicht wischen.

Von dem ganzen Adrenalin aufgeputscht werden wir uns mal umsehen und vielleicht gibts dann morgen als kleines Sahnehaeubchen noch einen Canyon Swing als Zugabe. Da stuerzt man sich dann in einen 130 Meter tiefen Canyon - soll angeblich auch einzigartig sein, aber leider immer ziemlich ausgebucht.

Posted by chkogler 16:22 Archived in New Zealand Comments (2)

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